Die Ausbildung eines Rettungshundes folgt dem Zweck, vermisste Menschen rechtzeitig aus Notsituationen zu retten. Dabei muss von Flächensuchhunden und Trümmersuchhunden unterschieden werden. Flächensuchhunde suchen nach vermissten Menschen und können in kurzer Zeit ein großes Gebiet durchsuchen. Trümmersuchhunde suchen nach verschütteten Menschen in Folge von Erdbeben, Hauseinstürzen oder Gasexplosionen. Die anspruchsvolle Grundausbildung dauert 2-3 Jahre und sollte am besten schon im Welpenalter begonnen werden. Sofern ihr Hund die nötigen Grundvoraussetzungen mitbringt, steht einer Ausbildung zum Rettungshund nichts im Wege.
Da das Aussehen und Wesen des Rassenhundes über Generationen durch selektive Zucht geprägt wurde, weiß man welche Rassen besonders für die Rettungshundearbeit geeignet sind. Es spielt jedoch keine Rolle ob Sie einen Mischling oder Rassehund besitzen, vielmehr sollte ihr Hund körperlich fitt und ausdauernd sein. Wenn Sie einen Mischling wählen, sollten Sie sich erkundigen, welche Charaktermerkmale die Eltern des Hundes haben oder welche Charakterzüge aufgrund der Mischung zu erwarten sind. Das Geschlecht ist im Prinzip egal, jedoch gilt die Hündin allgemein als anhänglicher und leichter zu erziehen als der Rüde.
Neben der Größe, welche zwischen 40 und 60 cm sein sollte, ist besonders der Charakter von großer Bedeutung. Ideal ist ein ausgeglichener, wesensfester Hund, der weder überängstlich noch zu forsch und draufgängerisch ist. Er sollte ein gesundes Selbstbewusstsein besitzen, aber dennoch umgänglich und gut zu erziehen sein. Beginnen Sie bereits mit der Erziehung, sobald der Hund zu ihnen ins Haus kommt. Wer sich einen Hund ins Haus holt, sollte sich klar machen, dass dessen Erziehung bereits am ersten Tag beginnt. Gewöhnen Sie den Hund an festgelegte Kommandos wie „Sitz, Komm, Pfötchen”. Sie werden schnell merken, wie lernfähig ihr junger Hund ist. Vergessen Sie dabei nie das Loben, denn ein Hund, der freudig lernt, lernt schneller und besser. Der Hund sollte keine schlechten Erfahrungen mit Menschen gemacht haben, da ein Vertrauensverhältnis zwischen Hund und Hundeführer notwendig ist.
Ein Impfschutz gegen Tollwut, Staupe, Leptospirose, Hepatitis contagiosa canis und Parvovirose ist selbstverständlich Pflicht. Zögern Sie nicht und erkundigen Sie sich in ihrer näheren Umgebung nach Hundeschulen, wenn Sie ihrem Hund die Ausbildung zum Rettungshund zutrauen. Weitere Informationen erhalten Sie auch bei der Rettungshundestaffel Hof.