Anlegen eines Obstgartens

Ein Nutzgarten ohne Obstbäume ist eigentlich kaum vorstellbar, denn gesundes, selbst erzeugtes Obst hat zumindest den gleichen Stellenwert wie das Gemüse aus dem eigenen Garten. Im eigenen Garten lassen sich fast alle Obstsorten anbauen, lediglich die wärmeliebenden Aprikosen und Pfirsiche sollten in nördlichen Breiten eher nicht angebaut werden.

Vor dem Anlegen eines Obstgartens ist zuerst der richtige Standort für die Bäume zu wählen, auch das Klima und Wahl regional erprobter Sorten sind ausschlaggebend für einen erfolgreichen Obstanbau. Eine durchgehende Grasfläche ist kein Grund, auf Obstbäume zu verzichten, die Bäume benötigen lediglich einen grasfreien Rand, die so genannte Baumscheibe, die dem Durchmesser der Baumkrone entsprechen sollte. Obstbäume benötigen einen sonnigen Standort im Garten, denn eine vollständige Ausreifung der Früchte, ein hoher Vitamingehalt und ein gutes Aroma werden nur durch ausreichende Sonneneinstrahlung erreicht. Der Hobbygärtner, der über einen großen Garten verfügt, kann gleich mehrere Obstsorten kultivieren, denn Obstbäume sind meistens selbst fruchtend und benötigen keinen Baumpartner zur Befruchtung.

Für kleinere Gärten wird man eher Spaliere oder niedrige Buschbäume wählen, in größeren Gärten fühlen sich auch halb- oder hochstämmige Sorten wohl. Jüngere Bäume benötigen immer einen zusätzlichen Halt. Daher muss bereits vor dem Pflanzen ein Baumpfahl gesetzt werden. Setzt man diesen Pfahl erst nach der Pflanzung, besteht die Gefahr, dass die Wurzeln des Baumes beschädigt werden. Den Baum sollte man nicht zu fest anbinden, damit das Bindematerial nicht in den Baum einschneidet. Nach dem Anlegen eines Obstgartens benötigt der Hobbygärtner erst einmal etwas Geduld, denn die jungen Bäume benötigen einige Jahre, bis sie Früchte tragen. Nach etwa vier bis sechs Jahren sollte die Arbeit aber mit den ersten leckeren Früchten belohnt werden.

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